DER MEKONG

Der mächtigste Strom Südostasiens – Naturwunder, Lebensader und Mythos: Faszinierende Reiserouten durch Vietnam und Kambodscha

Entdecker und Eroberer haben ihn Mekong befahren, Mönche, Forscher und Kaufleute.
Sie alle sind auf ihrer Weise den Strömungen und Stimmungen erlegen, die sich mit diesem legendären Fluss verbinden.

AUF DEM WASSERWEG ZU NEUEN UFERN

Ob der Mekong 4300 oder gar 4900 Kilometer lang ist - darüber rätseln Wissenschaftler noch immer... Fakt ist, dass er in den Gletschern des Himalaya entspringt und der zehntlängste Fluss der Welt ist. Bis in die 1990er Jahre schlängelte er sich als Grenze mehrerer Staaten durch Indochina; heute steht er für Reisefreiheit. Eine erlebnisreiche Tour vom südvietnamesischen Saigon kann per Schiff durch das Mekongdelta bis nach Phnom Penh führen - und von der Hauptstadt Kambodschas über den sagenumwobenen Tonle Sap bis zu den Tempelruinen von Angkor. Oder doch lieber in Richtung Norden zum größten Wasserfall Südostasiens und somit zur Grenze nach Laos ?

Vom urigen Holzkahn über schnittige Kabinenboote bis zum nostalgischen Flusskreuzer - eine verlockende Armada von Booten steht zur Verfügung, um Reisende auf diesem stimmungsvollen Weg durch Vietnam und Kambodscha zu transportieren.

An die 1200 Fischarten sollen sich im Mekong tummeln und wer weiß - vielleicht sogar auch Drachen. Denn der vietnamesische Name des Mekong- Deltas "Song Cuu Long", der sich mit "Fluss der neun Drachen" übersetzen lässt, muss ja schließlich irgendwo her kommen...

LABYRINTH AUS FLÜSSEN UND KANÄLEN

Immerhin erstreckt sich hier das mit 40.000 Quadratkilometern drittgrößte Flussdelta der Welt – ein Labyrinth aus vielen tausend Kilometern Wasserstraße. Einige strömen als natürliche Mündungsarme, andere entstanden künstlich ab 1780 unter General Thoai Ngoc oder später während der Kolonialzeit.

Aqua Mekong - Kreuzfahrten in Kambodscha & Vietnam

Auf den beschaulichen Fluss-Kreuzfahrten von AQUA EXPEDITIONS verwöhnt die fast 63 Meter lange AQUA MEKONG mit Fünf-Sterne-Standard bzw. sogar einem Crew-Mitglied pro Passagier sowie einem Höchstmaß an Behaglichkeit und Komfort.
Das auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Boutique-Schiff verfügt über 20 geräumige Luxus-Kabinen, deren üppig verglaste Fenster einen stets faszinierenden Ausblick ermöglichen. Für bordeigene Abwechslung sorgen ein Fitnessstudio, das Freiluft-Kino oder der verlockende Pool auf dem Oberdeck. Der asiatische Meisterkoch David Thompson bietet eine Küche auf Weltniveau, sogar für medizinische Versorgung an Bord ist ständig gesorgt.
Auf den Ausflügen führen versierte Reiseführer zu reizvollen Tempelanlagen und authentischen Fischerdörfern sowie durch die einzigartige Landschaft des Mekong-Deltas – mithilfe von vier kleinen, mitgeführten Schnellbooten, aber gern auch mal per Fahrrad oder Kajak …

Hotline: +65 6270 4002
www.aquaexpeditions.com


                                       

Wer ihren Spuren folgt, landet unweigerlich in Sa Dec –dem Original-Schauplatz des autobiografischen Romans „Der Liebhaber“ von Marguerite Duras. Eine bewegende Liebesgeschichte zwischen einer blutjungen Französin und einem älteren, reichen Chinesen, die in den 1920er Jahren spielt und als Bestseller verfilmt wurde. Einige verträumte Kolonialbauten erzählen noch immer davon, während in der Umgebung Ziegeleien, Handwerksbetriebe und Puffreis-Fabriken zu einem spannenden Zwischenstopp einladen, aber auch bizarre Heiligtümer wie der Tempel der Cao Dai-Sekte und der auf einer Flussinsel liegende Fantasiepark eines alten Mönchs.

SPEISEKAMMER UND NATURSCHÄTZE


Drei Reisernten pro Jahr bringt die fruchtbare Region hervor, bis zu 50 Kilo schwere Jackfruits oder massenhaft Elefantenohr-Fische: Oft mit Mangos und Ananas aufgezogen, versprechen sie einen besonders exotischen Geschmack. Das dichte Netz aus Reisfeldern und ertragreichen Plantagen für Obst, Gemüse oder Blumen sollte allerdings genauso wenig wie die Bevölkerungsdichte von 16 Millionen Menschen darüber hinwegtäuschen, dass das Mekong-Delta noch viel ursprüngliche Natur birgt. Wie tief im Süden, wo sich bei Ca Mai fast ein Dutzend Vogelschutzgebiete erstrecken. Es sind Mangrovenwälder, Sumpflandschaften und Salzwiesen – bevölkert von seltenen Vogelarten wie Saruskranich, Edwardsfasan oder Purpurreiher. Über die beiden imposanten Hängebrücken bei Vinh Long und Can Tho lässt sich das Mekong-Delta allerdings auch leicht auf dem Landweg bereisen – tief hinunter bis zum charmanten Chau Doc, das als Tor nach Kambodscha fungiert. Denn mit einem „Visa on Arrival“ kann man die Grenze heute ganz einfach überqueren, um nach vier bis fünf Stunden Bootsfahrt nach Phnom Penh zu gelangen.

DER TONLE SAP - EIN FLUSS OHNE UFER


Von der Hauptstadt Kambodschas zieht es die meisten Reisenden nach Siem Reap – jener Provinz im Nordwesten, wo sich die berühmten Tempelruinen von Angkor verbergen. Fünf Stunden benötigen die Expressboote für die Strecke über den Tonle Sap, wie der Nebenarm des Mekong hier genannt wird. Obwohl in der Ferne oft keinerlei Ufer mehr auszumachen sind, gilt dieses Gewässer nur als Fluss: Zur Regenzeit füllt er sich als Rückhaltebecken des Mekong, um sich in der Trockenzeit allmählich wieder zu entleeren. Um bis zu zehn Meter kann der Wasserstand variieren, während sich der Umfang bis auf das Vierfache ausdehnt. Fast 80 Prozent des landesweiten Fangs an Süßwasser-Fisch liefert dieses einzigartige Ökosystem. In schwimmenden Dörfern wie Kompong Phluk oder Kompong Chhnang rudern die Einheimischen Besucher gern mal durch ihre bunt-belebte Flottille aus Wohnschiffen, schwimmenden Restaurants, Kirchen und Tankstellen.
Wen es statt dessen von Phnom Penh in Richtung Norden über Kompong Cham und Stung Treng zu den gigantischen Stromschnellen von Khong Paphaeng an der laotischen Grenze zieht, macht unterwegs meist Station in Kratie: Hier zeigen sich noch vergleichsweise viele der selten gewordenen Irrawady-Delfine. Von den Chinesen einst „Flussschweine“ genannt, gelten die graublauen, bis zu 2,80 Meter großen Säugetiere als scheu, sensibel und intelligent. Dass sie Fischern sogar schon dabei geholfen haben sollen, die Beute ins Netz zu treiben, hat den putzig wirkenden Tieren den populären Namen „Fisherman`s Friend“ beschert…

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